Neue Smartkamera-Technologie für europäische Recyclingkonzepte prämiert
· Preisverleihung durch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle am 31. März 2011 in Berlin
· Innovative Technologie-Kombination ermöglicht enorme Kostenreduzierungen im Recycling
Nürnberg. – Das Nürnberger Unternehmen inno-spec GmbH ist zusammen mit ihrem Kooperationspartner RTT Steinert GmbH mit dem „ZIM-Preis 2010“ der Initiative „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie geehrt worden. Die Auszeichnung, die am 31. März 2011 durch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle überreicht wird, würdigt mit der neuentwickelten Smartkamera „Spectral Eye“ für Recyclingprozesse die außergewöhnliche Innovationskraft des 2005 gegründeten mittelständischen Betriebes.
Innovative Technologien für
neue europäische Recyclingkonzepte
Stofftrennung ist ein entscheidender Arbeitsschritt im Recyclingprozess und beinhaltet die Erkennung und Trennung verschiedener gebrauchter Gegenstände und Materialien. Das Sortieren von Kunststoffen im Recycling wird heute größtenteils mit NIR-Spektrometersystemen durchgeführt und für die Aufbereitung von Verpackungskunststoffen, Ersatzbrennstoffen und im Elektronik-Alt-Geräte Recycling eingesetzt. Bisheriger Nachteil dieses Verfahrens: Die wertstoffliche Aufbereitungstiefe ist relativ gering, da die Kosten für die NIR-Sensorik und Datenübertragung/-verarbeitung sehr hoch sind. Für den Einsatz von Systemen mit tieferer wertstofflicher Aufarbeitung und für die Umsetzung neuer europäischer Recyclingkonzepte werden neue Technologien benötigt.
Erfolgsrezept:
Technologien effizient kombinieren
Durch eine effiziente Kombination neuer Technologien gelang den Kooperationspartnern inno-spec und RTT Steinert ein entscheidender Schritt im Bereich des Recyclings: mit einer neuartigen Technologiekombination aus Spectral-Imaging, dem Einsatz von CMOS-Sensoren im Spektralbereich von 700 bis 1.000 nm (VIS-NIR-Grenzbereich) sowie der Entwicklung einer extrem schnellen Datenverarbeitung entwickelten inno-spec und RTT STEINERT die neuartige Smartkamera „Spectral Eye“ für kostengünstigeres, schnelleres und zuverlässigeres Materialrecycling.
„Neben einer merklichen Kostenreduzierung bei der Sensorik werden die Zuverlässigkeit, Robustheit und Verfügbarkeit von sensorgestützten Sortieranlagen deutlich gegenüber dem Stand der industriellen Technik verbessert“, so Oliver Grass, Geschäftsführer der inno-spec GmbH. Das Verfahren, basierend auf der VIS-N²IR-Sensoreinheit, wird bereits erfolgreich in Rücknahme-Automaten von RTT auf dem amerikanischen Markt eingesetzt. Das neuartige Technologie-Verfahren erhält den ZIM-Preis in der Kategorie „Kooperationsprojekte“ und würdigt so die diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt zugrunde liegende erfolgreiche Zusammenarbeit der Unternehmen inno-spec GmbH, Nürnberg, und der RTT Steinert GmbH, Zittau. „Die hohe Anerkennung, die unsere marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit durch den ZIM-Preis 2010 erfährt, bestätigt uns, auch weiterhin in unserem Leitbild „ohne erfolgreiche Kooperation auch keine marktwirksame Innovation“, so Oliver Grass, einer der Preisträger.
Kontakt:
Oliver Grass, CEO, inno-spec GmbH
Nicola Socha, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, inno-spec GmbH
www.inno-spec.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Sigmundstrasse 220, 90431 Nürnberg, Tel.: 0911-376691-0 mobil: 0176-1002 77 03
Hintergrund-Details zur Technologie:
VIS-N²IR-Smartkamera „Spectral Eye“ setzt neue Maßstäbe
Der Materialumsatz und der Fraktionsreinheitsgrad als entscheidende ökonomische Größen beim Sortieren werden bei einer festen Förderbandbreite neben den Produktionsparametern Bandgeschwindigkeit und Bandbelegungsdichte maßgeblich von der Leistungsfähigkeit des Sensorsystems bestimmt. Diese ist von der so genannten Scanfrequenz und der örtlichen sowie spektralen Auflösung der NIR-Sensoreinheit in Verbindung mit der Rechenleistung bei der Materialklassifikation abhängig. In den drei Parameterkategorien Scanfrequenz, örtliche Auflösung und Rechenleistung bei der Materialklassifizierung (Spectral-Imaging) wurden mit dem Projekt VIS-VNIR (N²IR steht für sehr naher Infrarot-Bereich) von inno-spec gegenüber dem Stand der Technik neue Maßstäbe gesetzt. „Erstmals werden jetzt Leistungsparameter des Sensorsystems in einem Preissegment erreicht, die bisher lediglich und auch nur teilweise mit sehr kostenintensiven Komponenten zu erzielen waren“, erklärt Geschäftsführer Oliver Grass weiter.
Die Kernidee zur Erreichung dieser Zielsetzung besteht darin, bisher verwendete teure Sensorbauelemente auf Basis von InGaAs (Indium Gallium Arsenide) bzw. HgCdTe (Mercury Cadmium Telluride) durch preiswerte CMOS-Photoarrays (Complementary Metal Oxide Semiconductor) zu ersetzen.
Hintergrund-Details zum Unternehmen inno-spec GmbH:
„Ich sehe was, was Du nicht siehst“:
das Vermessen mit Licht ist ein Zukunftsmarkt
Das Vermessen mit Licht ist ein Zukunftsmarkt mit ungeahntem Innovationspotenzial für nahezu jede Branche. Die inno-spec GmbH hat sich auf den Nischenmarkt der Spektroskopie konzentriert und entwickelt und produziert in Bayern/Deutschland vielfältige Möglichkeiten spektraler Messmethoden, von herkömmlichen Einzelpunktspektrometern bis hin zur ortsaufgelösten Spektralanalyse mittels Spectral Imaging, einer Symbiose aus klassischer Bildverarbeitung und Spektroskopie.
www.inno-spec.de
Hintergrund-Details zum Unternehmen RTT STEINERT GmbH
RTT STEINERT GmbH gehört seit 2009 zur STEINERT-Gruppe. Der besondere Schwerpunkt von RTT liegt in der Optimierung optischer Sortiergeräte.
STEINERT Elektromagnetbau GmbH ist ein vor über 120 Jahren in Köln gegründetes Familienunternehmen. Das Know-how von über 200 Mitarbeitern weltweit wird in beste technische Separationslösungen im Primär- und Sekundärbereich für die Rohstoffwirtschaft oder – mit 40 Jahre Erfahrung – in die Fertigung von eloxierten Aluminiumbändern und Spezialspulen gesteckt.
Mit Tochterfirmen in den USA, Australien, Brasilien, Japan, Zittau, einigen Joint Ventures und zahlreichen Vertriebskooperationen, sorgt das internationalem Vertriebsnetz für optimale Kundennähe weltweit.
Als Vollsortimenter gehört STEINERT u.a. mit seinen bewährten Magnetscheidern, seiner innovativen Sensor-Sortierung z.B. mit dem Induktionssortiersystem ISS®, dem Farbsortiersystem FSS® oder dem Röntgensortiersystem XSS® zu den weltweit führenden Unternehmen.
Die Aktivitäten der einzelnen Firmen liegen in unterschiedlichen Märkten: auf der einen Seite entwickeln STEINERT und RTT STEINERT innovative Separationstechnik, auf der anderen Seite hat sich der Geschäftsbereich ANO-FOL einen hervorragenden Ruf bei der Entwicklung von Spezial Spulen und für die elektrotechnische Industrie erarbeitet.
Kontakt:
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STEINERT Elektromagnetbau GmbH
Julie Zavazalova
Widdersdorfer Straße 329 – 331
50933 Köln /Germany
+49 221 4984-0
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
www.steinert.de
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